Wie Gemeinden heute digital kommunizieren – und wo KI bereits echte Entlastung bringt
- andreas8054
- vor 3 Tagen
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Digitale Kommunikation ist für Gemeinden längst kein Zusatzangebot mehr, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Verwaltung. Bürger:innen erwarten aktuelle Informationen, einfache Zugänge und nachvollziehbare Abläufe – über jene Kanäle, die sie auch im Alltag nutzen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Transparenz und Reaktionsgeschwindigkeit in den Amtsstuben.

Die Rückmeldungen der ersten Teilnehmer:innen von unserer Masterclass zeigen deutlich: Viele Gemeinden sind bereits digital unterwegs – sehen aber gleichzeitig großes Potenzial, ihre Kommunikation strukturierter, einfacher und zeitsparender zu gestalten.
„Der Kurs hat mir einen tollen Überblick über Social Media Kanäle, passende Programme zur Bild- und Videobearbeitung sowie wirkungsvolle Kommunikation gegeben. Besonders spannend fand ich die Praxis-Inputs der Experten und die Einblicke in die Gehirnforschung.“
Juliane Maly, MSc Enzersdorf an der Fischa
1. Digitale Kommunikationskanäle für Gemeinden – was heute sinnvoll ist
Gemeinden stehen heute eine Vielzahl an digitalen Kanälen zur Verfügung. Entscheidend ist weniger die Anzahl, sondern die klare Rolle jedes Kanals im Kommunikationsmix.
Typische Kanäle sind:
Gemeinde-Website: Zentrale Informationsdrehscheibe für Amtliches, Services, Formulare und Veranstaltungen.
Social Media (Facebook, Instagram): Schnelle Reichweite, niederschwellige Information, hohe Sichtbarkeit für regionale Themen.
Newsletter / E-Mail: Direkter Kontakt zu interessierten Bürger:innen, ideal für strukturierte Updates.
Messenger-Dienste & Gemeinde-Apps: Für Push-Informationen bei Veranstaltungen, Straßensperren oder kurzfristigen Änderungen.
Digitale Screens & TV-Angebote: Ergänzende Kanäle für Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.
Viele Gemeinden nutzen einzelne dieser Kanäle bereits.
Unsere klare Empfehlung: lieber weniger und ausgewählte Kanäle und die dafür regelmäßig und ordentlich. Oft sehen wir in Gemeinde, dass viele (Social Media) Kanäle vorhanden sind, aber nicht gut betreut werden!
„Die Kombination aus Online-Kurs und Live-Calls war für mich extrem wertvoll, vor allem durch die praxisnahen Inputs der Experten. Besonders geholfen haben mir die klare Einordnung der Social-Media-Kanäle sowie die verständliche Anleitung zur professionellen Videoerstellung."
Markus Doppler, geschäftsführender Gemeinderat Oberndorf/Melk
2. Effizienzsteigerung durch KI in der Gemeindekommunikation
Neben Kanälen rückt zunehmend ein weiteres Thema in den Fokus: Künstliche Intelligenz (KI) als Unterstützung im Kommunikationsalltag. Dabei geht es nicht um Automatisierung um jeden Preis, sondern um Entlastung dort, wo Zeitressourcen knapp sind und wo es Sinn macht.
Tools wie ChatGPT, Gemini oder auch Sintra für Social Media & Newsletter zeigen exemplarisch, wie KI heute bereits eingesetzt werden kann:
Unterstützung beim Formulieren von Textentwürfen
Zusammenfassen von Sitzungsprotokollen und langen Texten
Strukturieren von Inhalten für Website, Newsletter oder Social Media
Ideenfindung für Bürger:innenkommunikation
Entscheidend ist: KI ersetzt nicht die fachliche oder politische Verantwortung – sie hilft, schneller von der Idee zum brauchbaren Text oder Konzept zu kommen.
Unsere klare Empfehlung: Echtheit geht vor Allgemeinheitsbrei!
Auch wenn KI unterstützen kann, soll es nicht die Authentizität und Echtheit der handelnden Personen in der Gemeinde übertönen. Geben Sie Texten auch Ihren persönlichenTouch! Nutzen Sie Texte lediglich als Vorlage und nehmen sie diese nicht als fertig hin. Außerdem ist eine Kontrolle vor jeder Veröffentlichung notwendig!
„Die Masterclass hat mir das Selbstbewusstsein gegeben, endlich aktiver für unsere Gemeinde zu posten – erste Inhalte habe ich sofort umgesetzt. Besonders die KI-Tipps waren für mich ein echter Augenöffner"
Eva Nendwich, geschäftsführende Gemeinderätin Sigmundsherberg
3. Was die Rückmeldungen insgesamt zeigen
Die bisherigen Rückmeldungen lassen sich auf drei zentrale Punkte zusammenfassen:
Klarheit vor Technik: Nicht neue Tools, sondern klare Strukturen bringen den größten Fortschritt.
Kanäle brauchen Rollen: Jede Plattform erfüllt einen anderen Zweck – und muss nicht alles gleichzeitig können.
KI als Assistenz, nicht als Ersatz: Richtig eingesetzt, schafft sie Freiraum für inhaltliche Qualität und persönliche Kommunikation.
„Für uns war die Zusammenarbeit mit Kommunalkompass der Startschuss für neue Kommunikation. Die Bürgerinnen und Bürger laufend mitzunehmen ist für uns wichtig. Die Begleitung von Andreas war genau dafür sehr wertvoll."
Raimund Schuster, Bürgermeister Gresten- Land
„Durch den Kurs konnte ich meine Medienarbeit deutlich zielgerichteter auf die jeweiligen Zielgruppen ausrichten. Besonders wertvoll waren für mich das Equipment-Modul und die spannenden Einblicke in die Chancen und Risiken von KI."
Daniel H., Mitarbeiter Gemeinde Matzendorf-Hölles
Fazit
Digitale Gemeindekommunikation entwickelt sich weg von Einzelmaßnahmen hin zu strukturierten Systemen. Gleichzeitig eröffnen KI-Tools neue Möglichkeiten, mit begrenzten Ressourcen qualitativ hochwertig, regelmäßig und bürgernah zu informieren.
Die Erfahrungen der ersten Teilnehmer:innen von unserer Masterclass "Sichtbar werden I verstanden werden" zeigen: Der größte Gewinn liegt nicht in Technik allein, sondern in Orientierung, Klarheit und Umsetzbarkeit.


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